Einleitung.
Mehr an Dogmen hat Lukas Hillmer initial auf diesem Blog gefordert, und dem sollte man ja irgendwie nachkommen. Ein Beitrag dazu kann eine Auslegung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses sein (des Symbolum Apostolicum). Ich will sie hier in mehreren Folgen vorlegen, in denen jeweils einzelne Abschnitte des Apostolikums erörtert werden sollen.
Die Auslegung des Glaubensbekenntnisses hat Tradition. Josef Ratzinger hat etwa das Apostolikum mit seiner Einführung in das Christentum (1968) erläutert und ebenso Karl Barth mit seiner Dogmatik im Grundriss (1948), desgleichen Luther in seinen Katechismen[1] und Thomas von Aquin.[2] Aus der Antike kennen wir Auslegungen des Glaubensbekenntnisses unter anderem von Rufin[3], Augustin[4], Niketas von Remesiana und Faustus von Reji[5]; es liegen dort Texte zugrunde, die dem Apostolikum ähneln.
Anscheinend sind solche Credo-Auslegungen immer wieder notwendig (credo, Lat. ich glaube). Wenn die Kirche nicht belanglos werden soll, dann muss sie sich immer wieder ihrer Botschaft versichern, und dabei helfen ihr Theologen, unter anderem indem sie Glaubensbekenntnisse auslegen.
In dieser Folge sind nun erst einmal Vorfragen zu klären, damit die Auslegung wenigstens ansatzweise methodisch gesichert ist: Was ist das Apostolikum für ein Text, wo kommt es her und wie wird es hier grundsätzlich verstanden?
Was ist das Apostolikum für ein Text?
Das Apostolikum ist eines der drei Glaubensbekenntnisse, die das Luthertum und die meisten reformierten Kirchen aus der kirchlichen Überlieferung des Abendlandes übernommen haben; im Konkordienbuch, der Bekenntnissammlung der meisten lutherischen Kirchen Deutschlands, stehen diese drei Bekenntnisse ganz am Anfang (in Latein und Deutsch).[6]
Die drei Bekenntnisse sind 1. Das Apostolikum, das die Heilstatsachen des christlichen Glaubens anhand der drei Personen Gott Vater, Jesus Christus und Heiliger Geist in summarischer Erzählung darbietet; 2. Das Nicänische Glaubensbekenntnis bzw. das Nizänum oder Nicaeno-Constantinopolitanum, das im Wesentlichen einen Grundbestand des Apostolikums durch antiarianische Erweiterungen theologisch vereindeutigt und so die Trinitätslehre gegen eine fundamentale Häresie absichert; 3. Das Athanasianum, das die Lehren von der Dreieinigkeit und von den zwei Naturen Christi (der göttlichen und der menschlichen) in rhythmischer Prosa lehrmäßig erläutert und dazu einen Grundbestand des Apostolikums bietet.
Wie werden diese drei Glaubensbekenntnisse traditionell in der Kirche verwendet? Das Apostolikum rührt vom Taufbekenntnis her und kommt auch sonst in der Liturgie vor[7], das Nizänum wird in der tridentinischen Messe deklamiert, und das Athanasianum hatte einmal seinen Ort in der Prim, also in einem der Stundengebete.[8] Eine inhaltliche Zweckbestimmung findet sich bei Ludolf dem Sachsen (14. Jh.): Das Apostolikum dient der Einführung in den Glauben, das Nizänum dient seiner Erläuterung, das Athanasianum dient seiner Verteidigung.[9]
Woher kommt das Apostolikum?
Das Apostolikum ist wohl während des fünften oder sechsten Jahrhunderts auf Latein in Südgallien entstanden; aufgrund der Vormachtstellung des Frankenreiches im frühen Mittelalter ist es das Standardbekenntnis des Abendlandes geworden.
Es beruht auf dem Symbolum Romanum, einem im Vergleich zu ihm etwas kürzeren Bekenntnis, das man bis in das zweite Jahrhundert nach Christus zurückverfolgt. Dieses wird ursprünglich auf Griechisch abgefasst gewesen sein, und als sein biblischer Ausgangspunkt kann der Taufbefehl am Ende des Matthäusevangeliums gelten. Das Romanum wurde in den Provinzen des weströmischen Reiches vielfach variiert; eine seiner Variationen ist das Apostolikum.[10]
Das Nizänum ist eine Neufassung des auf dem Konzil von Nizäa (325) formulierten Glaubensbekenntnisses; es wurde auf dem Konzil von Chalcedon (451) verabschiedet. Die byzantinischen und die abendländischen Kirchen haben es gemeinsam (wobei das Abendland einen kirchentrennenden Zusatz eingefügt hat, der den Heiligen Geist betrifft). Das Athanasianum ist in Südgallien entstanden, etwa zeitgleich mit dem Apostolikum.[11]
Wie ist das Apostolikum grundsätzlich zu verstehen?
Ich muss mich hier mit sieben Thesen begnügen, die den nachfolgenden Auslegungen als Grundlage dienen sollen
1. Das Apostolikum dient der Einführung in den Glauben und seiner Einübung.
Das Apostolikum hat seinen Ursprungsort im Taufritus und so auch in der (Tauf-) Katechese. Letzteres scheint dann auch in Luthers Katechismen durch. Als eine Kurzformel des Glaubens hilft es zugleich bei dessen erinnernder Verinnerlichung: »Derhalben, meine Lieben, ob ihr sitzet oder arbeitet, ob ihr wachet oder schlafet, sollt ihr dieses heilsame Bekenntnis bewegen in euren Herzen«, sagt Niketas von Remesiana seiner Gemeinde[12], und was er da sagt, erinnert an das Sch‘ma Jisrael der Juden, einen der entscheidenden Identitätsmarker des israelischen Glaubens. Das Credo ist äußerlich wie innerlich etwas, an dem ein Christ erkannt wird und sich selber erkennt.
2. Das Apostolikum gilt auch dann, wenn man es nicht vollständig versteht.
Das Apostolikum bietet in geradezu tabellarischer Form Stoff zum Auswendiglernen; es gibt uns Grundtatsachen in die Hand, ohne zu deuten; sie sollen ins Herz, auch wenn wir noch nicht alles verstehen.
Wie auch immer wir vorher unterrichtet wurden, Auswendiglernen ist ein ganz wichtiger Anfang des Verstehens; wer nur lernen will, was er von A bis Z verstanden hat, wird in seinem Gedächtnis nicht sehr viele große Dinge vorfinden. Und dergleichen darinnen zu haben, hilft für das ganze Leben: Bekannte sagten meiner Mutter, sie hätten im Konfirmandenunterricht von deren Großvater so viele Choräle lernen müssen, nicht immer zu ihrem Vergnügen. Nun, in schweren Stunden, seien sie da.
Zutrauendes, demütiges, pietätvolles Lernen ist also gefragt, im Leben überhaupt und so gerade auch beim Apostolikum. Es ist darauf hier zu verweisen, weil es schwer verständliche Stellen im Apostolikum gibt. Was etwa soll mit der Gemeinschaft der Heiligen gemeint sein? Solche Stellen hinzunehmen ist besser als ihretwegen das Apostolikum abzulehnen, und das hat nicht zuletzt mit einer Grundtatsache des Glaubens zu tun: Er bezieht sich auf Objektives; er hat zum Inhalt, was die Kirche glaubt, und ist damit transsubjektiv; der Einzelne ordnet sich mit dem Glaubensbekenntnis in diesen Zusammenhang ein. In der Friedensbitte der Messfeier heißt es: »Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche.«[13]
Die Kirche gehört zu dem, was das Apostolikum bekennt, und dem wird schon hier Rechnung getragen. Christliche Freiheit, die Subjektivität der christlichen Persönlichkeit steht damit nicht in Abrede; dies wird noch zu klären sein.
3. Das Apostolikum ist nicht kontroverstheologisch.
Vom Taufbekenntnis herkommend, unterscheidet das Apostolikum eher den Christen vom Heiden als den Rechtgläubigen vom Häretiker.
Entsprechend haben wir, wenn um das Apostolikum bemüht, nicht mit den Unterschieden zwischen den Konfessionen zu tun. Es wird hier darum im Geiste der Unionsbestrebungen des lutherischen Theologen Georg Calixt (1586–1656) ausgelegt, der als maßgeblich für den Glauben einen altkirchlichen »Konsens der ersten fünf Jahrhunderte«, den consensus quinquesaecularis ansah.
Thomas von Aquin lässt in seinem Traktat zum Apostolischen Symbol ein durchgehendes Bestreben erkennen, die Sätze des Apostolikums als Versicherung gegen Häresien zu deuten. Aber das passt nicht zum Apostolikum. Wie wenig antihäretisch es ist, zeigt ein Vergleich mit dem Glaubensbekenntnis des Arius und Euzoius: Dieses unterscheidet sich vom Apostolikum und Romanum nur in Einzelheiten.[14] Der lutherische Theologe Adam Rechenberg (1642–1721) machte sich die Mühe, das Apostolikum im Sinne der Lutheraner wie auch der römischen Kirche, der Reformierten, der Arminianer und der Sozinianer auszulegen.[15] Ich hab’s nicht gelesen, zweifle aber nicht am Erfolg des Unternehmens.
4. Das Apostolikum ist Tradition.
Das Apostolikum steht nicht in der Heiligen Schrift, sondern ist in der Kirche gewachsen und tradiert worden. Es ist ein Kirchengewächs. Wie sein Vorgänger, das Romanum, wurde es gelegentlich auf die zwölf Apostel zurückgeführt; ein jeder der Apostel habe jeweils einen Abschnitt gesprochen, und so wurde es in zwölf Teile gegliedert[16], etwa auch bei Thomas von Aquin, der aber die Legende nicht referiert und dessen Gliederung wir unserer Auslegung zugrundelegen.
Anonyme Entstehung, eine ebenfalls anonyme Ursprungslegende, verbunden mit pseudonymer Verfasserschaft (Pseudepigraphie) – unser Text verhält sich wie eine Apokryphe!
Eben dies aber gilt es, erst einmal hinzunehmen. Wir müssen lernen, dass vieles, was uns trägt, Volksgut ist, kollektives Erinnerungsgut, überpersönliche Tradition. Die Juden haben ihre mündliche Thora, die Muslime die außer-koranische Prophetenüberlieferung (Hadith), und im allgemeinen Geistesleben stützen wir uns auf Sprichwörter, Volkslieder, Volksmärchen und vieles andere, das umhergeht. Man soll es freudig ergreifen, statt sich ihm in magerer Intellektualität zu verweigern. Entsprechend wird hier das Apostolikum mit einem schon erwähnten Zutrauen ausgelegt: Was altüberkommen ist, das ist gewöhnlich bewährt. Mit einer solchen Hermeneutik der Achtsamkeit für Überkommenes fährt man im Leben besser als mit einer gemeinhin als »kritisch« bezeichneten Haltung.
Das hermeneutische Programm, das sich hier andeutet, ist romantisch und identitätsbejahend; eine die Tradition dekonstruierende historische Kritik, wie sie für die Aufklärung typisch ist, wird im Sinne einer restaurativen Geschichtsbetrachtung gewendet, der es um die Sicherung eines lebensdienlichen historischen Erbes geht.
In vergleichbarer Absicht wird man, der Schrecken der im Kern antichristlichen Revolution eingedenk, das Apostolikum mit der preußischen Agende von 1816 in der Liturgie fest etabliert haben, durch Einleitungsworte der Gemeinde vorgestellt als ein Bekenntnis der gesamten Christenheit (womit sich eine konservative Bekenntnisökumene andeutet und Nähe zu Katholischem; die Heilige Allianz war von Wien – und Moskau – her konzipiert).
Die liberalen Protestanten haben sich mit solch »positivem« Glaubensgut aus der Vergangenheit schwer getan; das Apostolikum war im 19. Jahrhundert Streitgegenstand.[17] Welche Bewandtnis – und zwar auch berechtigte Bewandtnis – es hatte mit der liberalen Kritik am »Positiven«, wird modernen Christen fast noch schwerer zu vermitteln sein als »das Positive« der Orthodoxen: »Impfen ist Nächstenliebe« hat mit einer vor »Lehrgesetzlichkeit« zu bewahrenden Innerlichkeit nicht (mehr) viel zu tun.
5. Das Apostolikum ist ein Mythos.
Ein Text, der von einem Gottessohn handelt, geboren von einer Jungfrau, gegenwärtig zur Rechten seines Vaters sitzend, um dereinst die Lebenden und die Toten zu richten, ist ein Mythos. Die Historizität bzw. Faktizität seines Inhalts ist damit grundsätzlich noch nicht geleugnet, aber es ist wie auch sonst bei Mythen mit einem Nebeneinander von Historischem und nachhistorisch in der Erzählung Gewachsenem zu rechnen: Kreuz und Auferstehung werden eher einen Anhalt in geschichtlicher Faktizität haben als etwa die Jungfrauengeburt.
Eine Minderung der Autorität des Textes bzw. seines Gehalts ist damit nicht gegeben. Wir müssen uns klar machen, dass wir Menschen zu dem Geheimnis des Daseins offenbar keinen anderen Zugang als über mythisches Denken haben. Eine Wissenschaft, die industrielle Prozesse ermöglicht, kommt ohne Mythen aus. Aber wenn sie Leben verstehen will, dann wird sie mit Mythen umgehen müssen. Auch existentialistische Philosophen haben Mythen erzählt und interpretiert.
Zwei Nebenbemerkungen sind hier am Platz:
1. Christentum steht durch seine Mythizität in einer Linie mit anderen Religionen. Es unterscheidet sich von anderen Religionen darum nicht absolut, sondern graduell, indem der Mythos vom Gekreuzigten das Dasein tiefer erfasst als andere Mythen (von deren Adepten Christen gleichwohl in Demut lernen können). Es kann dies nicht anders sein, denn wir leben im Glauben und nicht im Schauen (2 Kor 5,7).
2. Auch säkulare Rede hat mit Mythen zu tun, die ebenso in die Tiefe gehen können, allerdings nicht notwendigerweise – und speziell dann nicht, wenn man sich über die Mythizität der Mythen keine Rechenschaft ablegt: Worauf beruft man sich etwa, wenn man sich auf den Fortschritt beruft? Was soll das sein, der Fortschritt? Es wird sich um etwas handeln, das einem Götzen mit goldenem Hintern ziemlich weitgehend ähnelt.
6. Das Apostolikum ist keine vollständige Darlegung des Glaubens, kann aber als ein sinnhaftes Ganzes gelten, das der Theologie eine Richtung vorgibt.
Das Apostolikum lässt Wesentliches unerwähnt; allem voran scheint ein Hinweis auf die Eucharistie zu fehlen. Es muss dies bei einem aus der Taufkatechese stammenden Symbol nicht verwundern: An der Scheide zwischen Heidesein und Christsein, zwischen Welt und Kirche, ist das Mysterium für die zur Kirche Dazugehörigen noch nicht dran.
Andere und vor allem wesentlich mehr Defizite monierten um 1646 im Streit mit Georg Calixt die streng konfessionellen Lutheraner um Abraham Calov; sie vermissten etwa die für sie heilsentscheidenden Artikel von Gnade und rechtfertigendem Glauben und hielten daher die spezifisch lutherischen Bekenntnisse (Confessio Augustana etc.) für wesentlich dienlicher zum Heil.[18] Sie hätten der Frage Raum geben müssen, ob sich nicht viel eher vom Credo her ein Fingerzeig über den Status dessen ergibt, was in lutherischer Sicht heilsentscheidend sein soll. Könnte es sein, dass es seine Bewandtnis hat, wenn die Credo-Tradition die Frage der Rechtfertigung offen lässt – und im Übrigen auch keinerlei Anweisungen enthält, die das sittliche Leben oder gar Politisches betreffen?
7. Eine Auslegung des Apostolikums als eines Glaubensbekenntnisses ist eine Homilie (Predigt).
Einen ursprünglich intendierten Textsinn des Romanums oder auch des Apostolikums zu ermitteln, ist eine wichtige Aufgabe, die allerdings eine historisch-philologische bleibt.
Etwas anderes liegt vor, wenn der Text wie hier als ein Bekenntnis des Glaubens expliziert wird. Es liegt dann etwas wie eine Predigt vor: Anhand des Credo-Textes wird Theologie entfaltet, in erbaulicher Absicht und im Hinblick auf die geistige Situation der Zeit, natürlich unter Zuhilfenahme historischen Wissens (etwa durch Rekonstruktion von Schriftbezügen).
Es ist bei den expositiones symboli in der kirchlichen Tradition nicht anders gewesen; in Luthers Katechismen wie auch Ratzingers Einführung in das Christentum etwa redet primär nicht ein Exeget, sondern ein Gemeindefürsorger. Predigt ist dabei wahrzunehmen als ein persönliches Glaubensbekenntnis, dem Verbindlichkeit nur zukommt, wenn der Geist es will.
Wer eine Credo-Auslegung liest, hat es dementsprechend mit einem Theologen persönlich und sehr individuell zu tun. Das ist bei der Auslegung in meinen kommenden Credo-Beiträgen zu beachten, auch im Sinne einer Einschränkung: Dies ist kein lehramtlicher Text, schon ekklesiologisch wie auch soziologisch gesehen nicht. Denn ein Theologe ist, wo es mit rechten Dingen zugeht, vom Lehramt unabhängig und schreibt diesem auch nichts vor.
Demnächst folgt der erste Teil der Auslegung: Credo (I): Der Schöpfer.
Jan Dochhorn ist seit 2014 Associate Professor of New Testament an der Universität Durham (UK). Seine Schwerpunkte sind u.a. Paulus, die Johannes-Apokalypse, Parabiblica und frühchristliche Religionsgeschichte.
Anmerkungen
[1] Luthers Katechismen gehören zu den lutherischen Bekenntnisschriften, vgl. Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Herausgegeben im Gedenkjahr der Augsburgischen Konfession 1930, Göttingen 41959, 499–733.
[2] Vgl. Thomas Aquinas, In Symbolum Apostolicum, in: Roberto Busa (Ed.): S. Thomae Aquinatis Opera Omnia ut Sunt in Indice Thomistico Additis 61 Scriptis ex Aliis Medii Aevi Scriptoribus, Vol. 6: Reportationes; Opuscula Dubiae Authenticitatis, Stuttgart-Bad Canstatt 1980, 15–22. Inwieweit der Traktat tatsächlich auf Thomas zurückgeht, kann hier nicht erörtert werden.
[3] Die Symbol-Auslegung Rufins findet sich in Mignes Patrologia Latina (MPL) 21, 335–386.
[4] Vgl. Iosephus Zycha (Ed.): Sancti Aureli Augustini De Fide et Symbolo etc. (Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum 41), Prag / Wien / Leipzig 1900, 1–32.
[5] Zu den Symbol-Auslegungen des Niketas und des Faustus vgl. Carl Paul Caspari: Kirchenhistorische Anecdota nebst neuen Ausgaben patristischer und kirchlich-mittelalterlicher Schriften, Vol. I: Lateinische Schriften. Die Texte und die Anmerkungen, Brüssel 1964 (*1883), 313–360; es gibt in diesem Band deutlich mehr Symbol-Auslegungen als die genannten.
[6] Vgl. Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche (wie Anm. 1), 19–30.
[7] Vgl. hierzu den Überblick zur Geschichte des Taufsymbols bis hin zum Apostolikum bei Friedrich Loofs: Symbolik oder christliche Konfessionskunde (Grundriss der Theologischen Wissenschaften 4,4), Tübingen / Leipzig 1902, 6–65.
[8] Vgl. hierzu Loofs: Symbolik (wie Anm. 7), 58, der als Zeugen Alexander Halesius († 1245) aufführt. Für den privaten liturgischen Gebrauch des Athanasianums s. Geborgen in Gott. Tag und Nachtgebete, Köln 1985, 20–27.
[9] Referiert nach Loofs: Symbolik (wie Anm. 7), 58.
[10] Zum Vorhergehenden vgl. Loofs: Symbolik (wie Anm. 7), 6–65.
[11] Vgl. Loofs: Symbolik (wie Anm. 7), 32–35; 47–58.
[12] Der lateinische Text lautet: Ita, karissimi, sive sedetis, sive operamini, sive dormitis, sive vigilatis, haec salutaris confessio volvatur in pectoribus vestris, vgl. Caspari: Kirchenhistorische Anecdota (wie Anm. 5), 360.
[13] Vgl. Gotteslob Nr. 589,6. Das Gebet ist traditionell. Es begegnet schon in der alten Messe, dort freilich als Gebet des Priesters für sich selbst, vgl. Julius Smend: Die römische Messe (Religionsgeschichtliche Volksbücher 4,32–33), Tübingen 1928, 29 (Rubrik Nr. 34): Domine Iesu Christe … ne respicias peccata mea, sed fidem ecclesiae tuae.
[14] Zum Text vgl. Hans Lietzmann (Ed.): Symbole der Alten Kirche (Kleine Texte für Vorlesungen und Übungen 17–18), Bonn 1906, 20–21.
[15] Vgl. Loofs: Symbolik (wie Anm. 7), 65.
[16] Vgl. hierzu Loofs: Symbolik (wie Anm. 7), 8–9 (ältere Texte als das Apostolicum betreffend). Zur Diskussion in der Alten Kirche und im 15.-16. Jh. über die Apostel als Verfasser des Apostolikums (bzw. älterer Formen des Symbols) vgl. Io. Georgii Walchii Introductio in Libros Ecclesiae Lutheranae Symbolicos, Ienae 1732, 87–93 (auf S. 88–89 zitiert er einen pseudo-augustinischen Text, der ein dem Apostolikum sehr ähnliches Symbol in Abschnitte unterteilt, die jeweils von einem Apostel gesprochen wurden: »Petrus sagte: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen“, Johannes sagte: „Schöpfer Himmels und der Erden“ etc.«).
[17] Vgl. Michael Schiele / Hermann Mulert: Art. Apostolikum III: Apostolikumsstreit, in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart2 1 (Tübingen 1927), 449–451.
[18] Vgl. hierzu Wilhelm Gaß: Die Stellung des apostolischen Symbols vor zweihundert Jahren und jetzt, Zeitschrift für Kirchengeschichte 3 (1879), 63–92, speziell 79–80.
Bild: ©Therese Feiler, Credo (2026)

